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Die Bierherstellung

Bier ist eines der ältesten Volksgetränke, dessen Geschichte sich durch Ausgrabungen und Funde über fast 5000 Jahre zurück verfolgen lässt. Die älteste Erwähnung erfuhr Bier in einer Keilschrift in Mesopotamien aus dem Jahr 2800 vor Chr. Auch im alten Ägypten erlebte das Bier eine weite Blüte, wie aus zahlreichen Zeichnungen und Funden hervorgeht. Auch wenn seine Entdeckung mehr oder weniger Zufall war. Als ein kluger Mensch auf den Gedanken kam, Getreidekörner zu zerstampfen und sie in Gefäße mit Wasser zu geben, so dass ein kräftiges Getränk entstand. Einer der so gefüllten Krüge stand einige Zeit in einer Ecke. Zufällig fiel die Spore eines Hefepilzes, der in der Luft schwebte, genau in diesen Krug. Der Pilz vergor die Stärke aus den Körnern zu Alkohol.

Natürlich ist der Geschmack dieses Getränks mit unseren heutigen Bieren nicht zu vergleichen. Über viele Jahrhunderte hinweg war nicht das Wasser, sondern das Bier der natürliche tägliche Durstlöscher für den Herrscher wie für den kleinen Mann.

In Europa war das Bier schon bei den Germanen wie bei den Skythen und Kelten ein beliebtes Getränk, das als tägliche Nahrung in den Haushalten von Frauen gebraut wurde. In den Klosterbrauereien vollzog sich dann der Übergang zum Braugewerbe, da das Bier nicht mehr nur für den eigenen Bedarf gebraut wurde.

Am 23. April 1516 wurde durch Herzog Wilhelm IV. das bayerische Reinheitsgebot erlassen, wonach Bier lediglich aus Gerstenmalz, Hopfen und Wasser hergestellt werden durfte und in Deutschland so heute noch gebraut wird. Dies war das erste Lebensmittelgesetz der Welt und gilt seit 1919 für ganz Deutschland.